Forschungstauchen Deutschland

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Home Neuigkeiten 10. Internationales KFT-Symposium vom 02-03.11.2017 in Bremerhaven mit großer nationaler und internationaler Beteiligung erfolgreich beendet.

10. Internationales KFT-Symposium vom 02-03.11.2017 in Bremerhaven mit großer nationaler und internationaler Beteiligung erfolgreich beendet.

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Nach genau 10 Jahren fand am AWI in Bremerhaven zusammen mit dem DSM und dem ZMT Bremen erneut ein Symposium der Kommission Forschungstauchen Deutschland zum Thema „Wissenschaftliches Tauchen in Deutschland, Europa und Übersee“ statt. Das zweitägige, vom BMBF eröffnete, und mit insgesamt über 85 Teilnehmern aus Deutschland, Schweiz, Schweden, Ukraine, Russland, Belgien und den USA sehr gut besuchte Symposium behandelte mit hochinteressanten Vorträgen und Postern Themen rund um das wissenschaftliche Tauchen und dessen Ausrichtung als wichtiges Instrument der aquatischen Forschung weltweit.

 

In vier Themenblöcken wurden modernste Methoden der tauchergestützten aquatischen Forschung vorgestellt wie z.B. tauchergeführte Hyperspektralkameras zum hochaufgelösten „mapping“ von Küstengebieten oder dem Einsatz von wissenschaftlichen Tauchern im Offshorebereich der Nordsee, der Antarktis oder für archäologische Untersuchungen. In einem weiteren Themenblock wurden aktuellste wissenschaftliche Themen diskutiert die mit der Methode des wissenschaftlichen Tauchens bearbeitet werden, wie z.B. die Problematik der „Geisternetze“ in Nord- und Ostsee oder die Erfassung der Veränderung von Korallenriffen. Mit weiteren Beiträgen wurden aktuelle internationale Kooperationen deutscher Ausbildungsinstitutionen im Bereich Lehre und Ausbildung zum wissenschaftlichen Tauchen vorgestellt sowie auch die aktuellen und möglichen künftigen Methoden des e-learnings im Bereich des wissenschaftlichen Tauchens. Die Teilnehmer sowie auch das BMBF konnten sich dadurch ein Bild der aktuellen Kooperationen deutscher Institutionen mit Indonesien, mit Russland und der Ukraine, mit Chile, Schweden, Finnland und Norwegen machen. Im letzten Teil des Symposiums wurde die wichtige Rolle des vor 10 Jahren in Bremerhaven gegründete „European Scientific Diving Panels“ diskutiert, in dem heute neben Deutschland die Länder Frankreich, Belgien, England, Finnland, Schweden, Norwegen, Italien und Kroatien ihre Experten zusammenfassen und zwei Mal jährlich in Treffen in Brüssel bzw. den Mitgliedsländern über die Entwicklung des wissenschaftlichen Tauchens in Europa und weltweit sprechen. Aktuelles Thema ist dabei der planmäßige Übergang des ESDP als ein auf max. 5 Jahre ausgelegtes Panel des Marine Boards zu einem vollwertigen Kooperationspartner des “European Network of Marine Institutes and Stations (MARS-Network)“. Dies wird insbesondere die Möglichkeiten des internationalen Austauschs von WissenschaftlerInnen und StudentInnen, die für Ihre Forschung die Methode „Wissenschaftliches Tauchen“ anwenden, weltweit verbessern.

 

Als künftiger Meilenstein im Bereich „Internationale Kooperationen“ wurde ebenfalls der 2016 im Rahmen der KFT weltweit erstmals durchgeführte „Crossover“ eines amerikanischen Forschungstauchers zum „European Scientific Diver“ vorgestellt. Diese Möglichkeit der gegenseitigen transatlantischen Anerkennung der wissenschaftlichen Ausbildungsstandards im Bereich wissenschaftliches Tauchen soll laut Informationen der KFT ab 2017 regelmäßig angeboten werden. Nach zwei intensiven, spannenden Tagen und zahlreichen interessanten Gesprächen und Diskussionen endete das Symposium am Freitag mit der klaren Aussage, dass sich alle Teilnehmer bereits auf das nächste KFT-Symposium dieser Art freuen.

Zu den Vorträgen und Postern des KFT Symposiums 2017